Der CemTainer von Innofreight kommt ab sofort beim Bau des Brenner Basistunnels zum Einsatz, einem der bedeutendsten Infrastrukturprojekte Europas. Der intermodale Spezialcontainer ermöglicht in Kombination mit dem 2×45 ft InnoWaggon den Transport von Bindemittel und eignet sich perfekt für die herausfordernden geografischen Gegebenheiten.
Am Brennerpass zwischen Österreich und Italien entsteht mit 64 Kilometern die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt. Ein milliardenschweres Jahrhundertprojekt, das bis zur geplanten Fertigstellung im Jahr 2032 nicht nur höchste logistische Präzision, sondern auch den Einsatz leistungsstarker Technologien und innovativer Transportlösungen erfordert.
Dazu gehört seit Kurzem auch der CemTainer von Innofreight, der Bindemittel von Rohrdorfer in Gmunden nach Steinach am Brenner transportiert, dabei knapp 300 Kilometer auf der Schiene zurücklegt und den reinen Lkw-Transport ablöst. Ausgelegt für den intermodalen Verkehr, spielt der 22,5 ft lange Spezialcontainer – beladen mit jeweils 30 Tonnen Bindemittel – im Bauabschnitt H53 seine Stärken voll aus.
Die Anlieferung am 2×45 ft InnoWaggon erfolgt durch die Rail Cargo Group, ehe der CemTainer direkt am Anschlussgleis auf einen Lkw umgeschlagen wird. Der wendig konstruierte Container legt den letzten Kilometer bis zur Mischanlage per Lkw zurück, wo er mittels Druckluft und Kippung entladen wird – und anschließend zum Terminal zurückkehrt. Das intermodale Konzept ermöglicht einen raschen Umschlag per Portalkran, ohne die begrenzten Lagerflächen vor Ort zu blockieren.
Sein volles Potenzial entfaltet der CemTainer künftig im Ganzzugbetrieb: Wöchentlich erreichen 40 Container mit insgesamt 1.200 Tonnen Bindemittel den Brenner und tragen maßgeblich zum Innenausbau der beiden Tunnelröhren bei. Insgesamt sollen bis zum Ende dieses Bauabschnitts im Jahr 2029 rund 80.000 Tonnen Bindemittel mithilfe des CemTainer-Systems am Brenner ankommen.


